
2. April 2010 | von Markus
Heute musste ich feststellen, dass es Servicecenter gibt, die noch langsamer als die bei freenet sind:
27.12.2009:
Ich stelle im Kundencenter die Frage, wie ich die in meinem DSL-Vertrag laut AGB enthaltene Domain bestellen kann
25.01.2009:
Ich erhalte eine “Standardantwort” mit einem Video, das die Navigation durch’s Kundencenter an die richtigen Unterpunkte zeigt. An und für sich ist das ja eine gute und kundenfreundliche Lösung – allerdings sehe ich die im Video gezeigten Navigationspunkte nicht. Ich schreibe als noch am selben Tag eine neue Anfrage im Supportcenter.
02.04.2009:
Ich erhalte nach über 2 Monaten (!) eine Antwort auf meine Frage! Als erstes entschuldigt man sich für die Zitat “längere Bearbeitungszeit” und erklärt mir dann, dass in meinem Vertrag leider doch keine Domain enthalten ist, da dieser Vertrag noch aus “freenet-Altbeständen” stammt. Da ich mittlerweile mit meinen Domains zu prosite gewechselt bin und damit mehr als zufrieden bin, ist mir das jetzt aber auch egal.
Es stellt sich für mich aber die Frage, ob dies der in den vielen 1und1-TV-Spots so groß angekündigte grandiose Service sein soll?
Im TV-Spot wird auch auf die E-Mail-Adresse des “Leiters für Kundenzufriedenheit”, Herrn Marcell D´Avis, verwiesen: davis@1und1.de.
Da E-Mail-Adressen bei Unternehmen i.d.R. vorname.nachname@firma.tld lauten, versuchte ich es mal mit einer Mail an Marcell.DAvis@1und1.de und siehe da – es funktioniert: Ich bekam zwar eine Abwesenheitsnotiz, dass der gute Herr Davis bis 5. April außer Haus ist, bin mir aber sicher, dass er sich danach über meine Mail freuen wird.
Sollte jemand wie ich also auch Probleme mit 1und1 haben, einfach mal vertrauensvoll an Marcell.DAvis@1und1.de wenden!
02.05.2010:
Weder auf meine E-Mail an davis@1und1.de, noch auf die an Marcell.DAvis@1und1.de habe ich bisweilen eine Antwort erhalten. Was ist jetzt mit dem großen Service von 1und1?

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1. April 2010 | von Markus
gelungene Aprilscherze mit Bezug zur Technik, Internet und IT:
- freiesMagazin kündigte in der heute erschienen Aprilausgabe an, in Zukunft auf das aufwändige Layout, Bilder und Texthervorhebungen zu verzichten und nur noch in “plain Text” zu schreiben
- ubuntu-center schrieb, das Ubuntu von Commodore aufgekauft werden soll und fortan das bisher freie Betriebssystem nur noch in Verbindung mit einem all-in-one-Tastatur-Computer vertrieben wird
- taach berichtet mit Entsetzen, das Richard Stallman (“Godfather of GNU”) sich im Streit von der FreeSoftwareFoundation getrennt hat
- Stefan entwickelt die gestern während Rechnernetze aufgestellte und während Nachrichtenübertragungstechnik verfeinerte Theorie rund um den berühmten Physiker Franz-Xaver Freiherr von Abtast weiter
- tagesschau.de berichtet über ein 24-stündiges Abschalten des Internets im Zuge der Umstellung von IPv4 auf IPv6
- kernel.org dreht die komplette Homepage samt Buchstaben um 180 Grad (seit 2.4. nicht mehr zu sehen)
- Medienservice-Sachsen schreibt, dass der Bundesvorratsdatenspeicher zukünftig in Sachsen im historischen Erlweinspeichers von Dresden stehen wird. Nach dem Ablauf der regulären Speicherfrist können die Daten dann einfach in die Elbe entsorgt werden.
- telemedicus berichtet von einer von der GEMA eingeführten Urheberrechtsabgabe auf Musikinstrumente, ähnlich wie auf Datenträger und Computer
- ubuntuusers.de inszenierte auf aufwändigste Art (mitsamt Ablenkungsmanövern, Stellungnahmen in diversen Blogs und IRC-Channeln) eine Teilübernahme des Portals durch Google

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27. Februar 2010 | von Markus
Onlinetagebuch meiner Erlebnisse bei dem eigentlich überschaubaren Vorgang, eine Domain mit Email-Postfach bei freenet zu kündigen und auf einen anderen Provider umzuziehen:
8. Februar:
Ich kündige meine mailDomain mbecker-tech.de schriftlich bei freenet zum Ende der Vertragslaufzeit (Juli 2010). Laut vorheriger telefonischer Beratung bleibt das Postfach bis zum Ende der Laufzeit bestehen, die Domain kann aber (sobald die Kündigung bearbeitet wurde) umgezogen werden.
19. Februar:
Telefonische Nachfrage über den Verbleib der Kündigung ergab, dass diese zwar eingegangen war, aber noch nicht bearbeitet wurde. Der freundliche Mitarbeiter wollte sie aber sofort bearbeiten und mir den Authentifizierungscode der Domain (der zur Übertragung an einen anderen Hoster unbedingt erforderlich ist) sofort per Email schicken.
5 Minuten später hatte ich dann plötzlich keinen Zugriff mehr auf meine Mails und konnte mich auch nicht mehr im freenet-Kundencenter einloggen (Ausgabe: Benutzername/Passwort falsch).
20. Februar:
Telefonische Nachfrage ergab, dass der Mitarbeiter vom Vortag aus Versehen ein neues Passwort generiert hat. Dieses wurde in den nächsten Tagen per Post zugestellt. Der Supportmitarbeiter am anderen Ende der Leitung konnte mir aber direkt am Telefon ein neues Passwort geben. Somit hatte ich endlich wieder Zugriff auf meine Mails. Dieser Anruf kostete aber 99 ct/min!
Den Auth-Code der Domain hatte ich aber entgegen der Versprechungen von Mitarbeiter#1 immer noch nicht erhalten.
21. Februar:
Da meine Anfragen übers freenet-Kontaktformular i.d.R. erst nach mehreren (4-13) Tagen beantwortet wurden, waren nun drastischere Mittel “ein paar Etagen höher” an der Reihe. Ich suchte auf freenet-ag.de die Namen der Vorstandsmitglieder und schrieb denen (vorname.nachname@freenet-ag.de) meine Odyssee mit dem freenet-Support via email. Durch Aktivierung der Option ‘Lesebestätigung anfordern’ weiß ich, dass die Mail von 2 Vorständen (bzw. deren Sekretariat) gelesen wurde.
Außerdem stellte ich folgende Fragen:
- Bis wann erhalte ich endlich meinen Auth-Code?
- Wer trägt die Kosten des Gesprächs (99 ct/min) vom 20. Februar? (Da der freenet-Support Verursacher des Problems war, müsste meiner Meinung auch dieser die Kosten tragen).
25. Februar:
Ich erhalte eine Kündigungsbestätigung per Email.
26. Februar:
Ich erhalte den sehnlichst erwarteten Auth-Code der Domain und konnte diese endlich umziehen. Als neuen Provider wählte ich auf Empfehlung prosite, bei denen ich schon eine andere Domain habe. (Der Service ist dort übrigens echt top, Anfragen im Kundencenter / Ticketsystem wurden z. B. innerhalb ca. 5 Minuten (!) kompetent beantwortet)
27. Februar:
Ich erhalte einen Brief von freenet, in dem man sich für die mir entstandenen Unannehmlichkeiten in aller Form entschuldigt und mir mitteilt, dass die Kündigung nun korrekt ausgelöst wurde. Somit ist Frage#1 geklärt, es verbleibt aber noch die Antwort auf Frage#2.
Deshalb entschied ich mich dazu, die Vorstände, von denen ich eine Lesebestätigung erhalten habe, erneut zu kontaktieren.
Update: 28. Februar:
Ich erhalte eine zweite Kündigungsbestätigung der Domain mit dem Hinweis auf Einleitung des Providerwechsels. Mit Entsetzen stelle ich fest, dass entgegen der Aussage der telefonischen Beratung vor der Kündigung nun das Postfach vorzeitig gelöscht wurde! Eigentlich nicht weiter schlimm, da ich meine Mails bereits gesichert / umgezogen hab.
Fortsetzung folgt…

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